Tipps gegen den Winterblues

Gefürchtete Winterdepression: Das hilft, wenn es dunkel wird

Winterdepression, wer spürt nicht zumindest manchmal Ansätze davon? Gefühlt lugt während der kalten Monate ganz kurz und zögerlich einmal die Sonne hervor, dann wird es wieder düster. Und irgendwann trifft das nicht nur auf den Tag zu, sondern auch auf den Gemütszustand. Es ist also leider nur allzu wahr, dass wenig Licht und kaltes, graues Wetter das Befinden tatsächlich negativ beeinflussen.
Was kann man also tun, wenn es dunkler wird?

Wie weit geht der „Winterblues“?

Studien haben ergeben, dass knapp jeder Vierte sehr spürt, dass es „wintert“. Heißt also, dass es nicht immer nur die hochsensiblen Gemüter sind, die schnell einmal mit einer Winterdepression ringen müssen. Sogar recht robuste, gar nicht so leicht zu beeindruckende Naturen spüren Herbst und Winter. Auch ihnen ist wohlbekannt, sich einfach nur antriebslos und ständig müde zu fühlen.
Das kann mitunter bis hin zu richtiger Melancholie und anhaltender Niedergeschlagenheit führen. Bezeichnet wird dieses Befinden als Saisonal-Abhängige-Depression, passenderweise abgekürzt „SAD“, das englische Wort für „traurig“.

Warum ist das überhaupt so?

Wie Sie vielleicht schon einmal gehört haben, ist die Winterdepression nichts anderes als ein Problem, das uns unser noch immer urzeitlicher Körper beschert. Der Körper des Urmenschen fuhr in der kalten Jahreszeit seinen Stoffwechsel zurück. Nicht anders, als es wildlebende Tiere noch immer ganz selbstverständlich tun.
Und das war gut, da immerhin nichts weniger als unbedingt überlebensnotwendig! Weniger Aktivität bedeutete weniger Energieverbrauch. Und weniger Energieverbrauch war wichtig, um Reserven zu bewahren. Nur so ließen sich die kargen Wintermonate überstehen. Ein unverändert aktiver Mensch, mit entsprechend unverändertem Energiebedarf, wäre damals schlicht verhungert.

Der Mensch der Heutzeit braucht diesen „Winterschlafmodus“ seines Stoffwechsels ganz und gar nicht mehr. Ihm trägt er nur noch Unbill wie ständige Müdigkeit und Antriebslosigkeit ein. Der Gang zur Arbeit fällt schwerer, das Pflegen sozialer Kontakte ebenso. Zu fest hält das warme Bett, so viel lieber ist es, sich abends vor dem Fernseher einzuigeln, statt sich noch einmal durch die nasse und kalte Dunkelheit irgendwohin aufzumachen.

Sommer, Sonne, Sonnenschein … Das fehlt jetzt alles, um Serotonin und Vitamin D-Produktion zu unterstützen – deren Mangel nährt den „Winterblues“. Aber: der Trübnis können Sie Grenzen setzen.

Die Hauptursache: Lichtmangel

Studien untermauern hier, was ein jeder spürt. Jeder wird aus Erfahrung bestätigen können, wie viel leichter das Leben in Frühling und Sommer ist, wie viel leichter das Aufstehen fällt und die eine oder andere Aktivität am Abend. Und wie wohlbekannt ist widerum im Winter die Versuchung, den klingelnden Wecker am Morgen einfach zu ignorieren. Und am Abend einfach nur nach Hause zu wollen und dort auch nicht mehr weg.
Als tagaktives Wesen ist der Mensch zwingend auf Licht angewiesen, genauer: Tageslicht. Davon gibt es im Winter nicht nur naturgemäß wenig, der negative „Dunkeleffekt“ wird noch durch Aufenhalt in geschlossenen Räumen verstärkt. Das künstliche Licht dort kann den Mangel an Tageslicht nicht kompensieren. Im fehlt die UV-B-Strahlung, die wichtig ist, um Vitamin D zu bilden. Dieses Vitamin ist aber unverzichtbar, um der Winterdepression effektiv entgegen zu wirken.

Aktivieren Sie Vitamin D

Eine Winterdepression können Sie wortwörtlich weg essen. Achten Sie darauf, Ihre Ernährung der Jahreszeit anzupassen. Der Produktion von Vitamin D helfen Lebensmittel wie Fisch, Eier, Pilze und Käse. Auch Schokolade hilft. Zwar nicht mit Vitamin D, dafür aber mit dem Anregen der nicht minder wichtigen Ausschüttung von Serotonin.
Aktivieren Sie Vitamin D und Serotonin außerdem durch Aktivität. Idealerweise im Freien. Regelmäßige Jogger wissen, dass das Laufen Glückshormone frei setzt. Außerdem versorgen Sie den Körper mit viel Sauerstoff, einem zusätzlichen Muntermacher.
Selbst, wenn Sie nur täglich einen Spaziergang machen, wirken Sie bereits der Winterdepression entgegen. Denn trotzdem sie schwächer ist, kommt Ihnen dabei dennoch UV-B-Strahlung zugute.

Achtung: Natürlich sind Bewegung und Ernährung keine Allheilmittel! Spüren Sie, dass Ihre trübe Stimmung trotz guter Ernährung und Aktivität nicht weicht, bleibt Ihr Arzt Ihr zuverlässigster Ansprechpartner.

Fröhlicher Wohnen: Das hilft zuhause

Nicht nur Licht, auch Farben und Düfte nehmen Einfluss auf das Befinden. Setzen Sie dem trüben Grau draußen, an dem sich nun einmal nichts ändern lässt, in Ihrer Wohnung farbige Akzente entgegen. Achten Sie auf lebendige, frische Farben, wie sie auch wärmeren Monaten zueigen sind. Grün, Orange, Gelb und sogar Rot sorgen sofort für eine andere Atmosphäre und vermitteln dem Gehirn positive Reize. Wählen Sie frische, blumige Raumdüfte. Mit ihnen werden sofort Assoziationen an Sommer und Sonne verknüpft. Auch diesen Effekt werden Sie spüren.

Bunt, bunter, am buntesten …? Na wenn Ihnen das gefällt, verwirklichen Sie es doch. Sonst reichen natürlich auch fröhlich-bunte Akzente in Ihrer Wohnung, wie Kissen, Blumen, usw. Schauen Sie sich in Shops für Wohnaccessoires um, lassen Sie sich inspirieren.

Bewahren Sie Struktur im Tagesablauf

Müdigkeit und Lustlosigkeit sind, Dank der Winterdepression, ständige Begleiter. Der Gang zum Sport fällt schwer und gern auch einmal weg. Soziale Kontakte werden unbewusst weniger gepflegt, Aufgaben verschoben, usw.
Aus der Welt sind diverse Verpflichtungen aber nun einmal nicht. Das Aufschieben oder gleich Liegenlassen sorgt letztlich für Stress im Alltag. Sei es, weil plötzlich Zeitdruck entsteht; sei es, weil das schlechte Gewissen drückt, dieses und jenes vernachlässigt zu haben. All das schürt die Winterdepression. Behalten Sie daher unbedingt im Blick, gewohnte, feste und produktive Tagesstrukturen beizubehalten.

Gönnen Sie sich viel Gutes

Der Winterblues lenkt den Blick, passend zum Wetter, auf die trüben Seiten des Lebens. Auch hier können Sie gezielt gegensteuern. Gönnen Sie sich eine Gaumenfreude, eine Massage, eine Shopping-Tour, einen geselligen Abend mit Ihren Freunden, reisen Sie usw. … Was belebt und Freude macht, ist erlaubt.
Und nicht zuletzt: jetzt ist Online-Dating-Hochzeit! Viele Singles machen es sich jetzt zuhause gemütlich und flirten Online. Gönnen Sie sich auch das. Neue Kontakte und Flirts sind das beste Mittel, dem Gefühl der Einsamkeit entgegen zu wirken, das Alleinstehende gerade bei viel winterlicher Dunkelheit nur zu gern befällt. Nicht nur, dass ein spannender Kontakt belebt. Sie haben, ganz richtig, das Gefühl, mitten im Leben, kommunikativ und aktiv zu sein. Neue Menschen bescheren neue, lebendige Reize. Diese positiven Erlebnisse schützen die Seele vor der Winterdepression – und die aktive Partnersuche beschert Ihrem Herzen die Liebe. Und die erhellt garantiert Ihre Stimmung!

Übersicht: So bekämpfen Sie die Winterdepression


1.   Auch wenn wenig davon da ist, hat es doch Effekt: Gehen Sie ans Tageslicht
2.    Bewegen Sie sich am besten dort. Joggen oder nur ein Spaziergang wirken.
3.    Meiden Sie schwere Kost, die Ihre Müdigkeit nur verstärkt.
4.    Wählen Sie Lebensmittel, die Serotonin unterstützen und Vitamin D enthalten.
5.    Wohnen Sie bunt(er): Düfte und frische Farben senden dem Gehirn positive Signale.
6.    Plötzlich ungeordneter Tagesrhythmus erzeugt Stress. Bewahren Sie solide Abläufe.
7.    Pflegen Sie die Seele, machen Sie sich kleine Freuden, verbringen Sie Zeit mit Ihren Lieben.
8.    Pflegen Sie Seele, Geist und Herz: Knüpfen Sie neue Kontakte, lernen Sie neue Ansichten kennen, setzen Sie neue Impulse. Und flirten Sie. Nichts hebt die Stimmung besser als die Liebe!

 


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